Ich weiß nicht, ob es an der Jahreszeit liegt, aber aktuell üben Filme keinen so großen Reiz auf mich aus wie noch vor einigen Monaten. Es ist einfach schön, abends einfach mal mit einem Buch auf dem Balkon zu sitzen und nicht auf einen Bildschirm zu starren. Ganz lassen von Filmen und Serien konnte ich aber natürlich auch im Juli nicht, wenngleich mich nur wenige Produktionen wirklich zu begeistern wussten. Aber lest selbst…

Filme

Alien (Netflix): Ich glaube, das ist der älteste Film, den ich bislang gesehen habe. Ich mag Weltraumfilme (ja, das ist ein eigenes Genre!!!) eigentlich sehr, aber mit diesem wurde ich leider nicht komplett warm. Vielleicht weil das Monster einfach zu eklig und mir die ganze Story zu sehr Horror war.

Ant-Man and the Wasp (Disney+): Ich hatte keine große Lust auf diesen Film, da ich den ersten Ant-Man nicht besonders mochte. Der Nachfolger ist aber besser, das hat mich wirklich gefreut. Okayes Popcornkino für einen entspannten Abend auf dem Sofa.

Avengers: Infinity War (Disney+): Woah, was geht denn in diesem Film ab? Alle, wirklich alle Helden sind dabei, selbst die GotG (Teenie-Groot! ♥). Die 2,5 h Stunden vergehen wie im Flug, weil einfach so viel passiert. Einziger Kritikpunkt wäre vielleicht das Ende, das eben keines ist, sondern eindeutig die Ausgangsposition für Endgame schafft. Den ich noch nicht gesehen habe, das aber im Urlaub Ende August/Anfang September defitinitiv nachholen werde. Wow!

Booksmart (Prime): Zwei Streberinnen wollen an ihrem letzten Highschooltag alles nachholen, was sie in den letzten Jahren verpasst haben. Eigentlich ziemlich unterhaltsam, aber leider manchmal etwas drüber.

Borg vs. McEnroe (TV): Mag sein, dass die Rivalität zwischen Björn Borg und John McEnroe in den 80ern ein Riesending war. Aber nicht jede Fehde bietet auch genug Stoff für einen Spielfilm. Und diesem hier fehlt es schlicht an Substanz, also an Story. Schade drum.

Die Fälscher (Netflix): Wie schon im Junirückblick angekündigt, hatte ich in den letzten Wochen eine kleine Kriegsfilmphase. Die Fälscher beleuchtet das Thema mal anders, nämlich aus der Sicht Inhaftierter, die für die Nazis Falschgeld herstellen müssen. Auch wenn ich bei Filmen selten technische Aspekte in die Wertung mit einbeziehe, schneidet dieser leider schlecht ab wegen mieser Tonqualität. Ich habe irgendwann Untertitel angemacht, weil ich das Gesprochene schlicht nicht verstehen konnte.

Girl, Interrupted (Durchgeknallt) (Netflix): Auch so ein Film, der ewig auf meiner Liste saß und den ich dann geschaut habe, weil er Ende Juli aus dem Programm geflogen ist. Hat sich gelohnt, denn Angelina Jolies und Winona Ryders ungesunde Psychiatrie-Freundschaft ist definitiv mal was anderes.

Goodfellas (Netflix): Endlich mal wieder Mafia! Der Film begleitet den Protagonisten Henry Hill drei Jahrezehnte lang, zeigt seinen Aufstieg innerhalb der Familie – und natürlich auch seine Probleme und den unvermeidlichen Fall. Hätte ich früher gucken sollen, war richtig gut. Bin nun bereit für Der Pate, denke ich.

Hamilton (Rewatch) (Disney+): Rewatches nehme ich in die Monatslisten eigentlich nicht auf. Habe den hier eigentlich nur eingefügt, um noch mal zu sagen, wie sehr ich Hamilton liebe und wie viel Freude mir der Soundtrack in den letzten Monaten bereitet hat. Kann man sich daran satthören/sattsehen? Ich kann es mir nicht vorstellen.

Jojo Rabbit (Disney+): Puh, ja. Nazisatire. Ein kleiner Junge, der mit einen eingebildeten Adolf Hitler spricht, während seine Mutter heimlich dem Widerstand angehört und ein jüdisches Mädchen versteckt. Schon unterhaltsam, aber eben auch so, dass einem manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt. Gut gemacht, aber vielleicht einfach nicht mein Ding.

Joker (Netflix): Vielleicht der schwierigste Film des letzten Monats. Von Joker hatte ich mir viel versprochen und wurde ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Klar macht Joaquin Phoenix seine Sache gut, aber ganz ehrlich: Bisschen langatmig und spannungsarm ist das Ganze schon, oder? Konnte mich leider nicht überzeugen.

Match Point (TV): Auch mit Woody Allen ähnlich wie mit Quentin Tarantino versuche ich es immer mal wieder. Und Match Point war definitiv eine gute Wahl. Ab einem bestimmten Zeitpunkt kann man die Lügen und Intrigen der Hauptfigur fast nicht mehr ertragen. Aber irgendwie macht das auch den Reiz aus.

Saving Private Ryan (Der  Soldat James Ryan) (TV): Achtung, jetzt wird es pathetisch und patriotisch. Tom Hanks muss 1944 auf einer selbstmörderischen Mission James Ryan, letzter Überlebender von vier Brüdern, in Frankreich aufspüren und nach Hause bringen. Für mich hätte es weniger Geballer und mehr Dialog sein können, denn gerade die ruhigen Szenen sind die stärksten.

Suburbicon (Netflix): Ich habe diesen Film nicht verstanden. Was soll die Botschaft sein? Vordergründig geht es um eine afroamerikanische Familie, die in eine weiße Wohnsiedlung zieht und dort zunehmend angefeindet wird, obwohl sie sich nichts hat zu Schulden kommen lassen. Eigentlich geht es aber um ihre weißen Nachbarn, die richtig Dreck am Stecken haben. Merkwürdig. Diese Sichtung hätte ich mir schenken können.

Woman in Gold (Die Frau in Gold) (Netflix): Ja, ich gucke mir Ryan Reynolds gerne an. Diese Geschichte, in der er als Anwalt einer jüdischen Frau hilft, ein Bild zurückzuerhalten, dass die Nazis ihrer Familie geraunt haben, habe ich wirklich gemocht. Weder zu pathetisch noch zu sehr Tränendrüse noch zu sehr „Amerika ist das gelobte Land“. Würde ich weiterempfehlen.

Serien

Hollywood (Miniserie, Netflix): Im Serienbereich sieht es etwas spärlich aus im Juli. Das liegt aber auch daran, dass wir im Juni diverse Staffeln abgeschlossen haben und dementsprechend bei anderen nun noch mittendrin sind. Lediglich Hollywood habe ich komplett gesehen. Bisschen Glanz und Glamour der 40er, aber mit starken kritischen Klängen zu den Themen Rassismus und Homophobie. Die sieben Folgen sind schnell durchgeguckt – kann man definitiv mal machen.

Highlights des Monats

Top-3-Filme

  1. Avengers: Infinity War
  2. Goodfellas
  3. Woman in Gold

Top-Serienstaffel

Hollywood

Im August/September werde ich endlich Avengers: Endgame schauen und damit einen großen Bereich des MCU abschließen. Aber Infinity War war auch schon richtig gut, oder? Und wenn ich noch weitere Kriegs-/WWII-Filme gucken wollen würde – welche sollte ich auf meine Liste setzen? Dunkirk steht schon drauf. ;-)