Ich hatte einen großartigen Monat. Natürlich nicht im echten Leben (übers echte Leben reden wir nicht mehr, okay?). Aber filmisch. Nicht nur, dass ich quantitativ noch einen draufgesetzt und im April 20 Produktionen geschaut habe. Nein, auch qualitativ war sooo viel dabei, was mir richtig gut gefallen hat. Hach. Da geht mir sogar im Rückblick noch das Herz auf. ♥

Nur so viel vorweg: Es fiel mir richtig, richtig schwer, mich zu entscheiden, welche Filme meine April-Highlights waren. Aber bevor wir dazu kommen, gibt’s hier erstmal die vollständige Liste.

Filme

A Star Is Born (TV): Lady Gaga und Bradley Cooper als kompliziertes Musikerpaar haben mich vollends abgeholt. Ich war total in die Geschichte involviert und am Ende schon ein bisschen traurig. Schnulze der richtig guten Art.

About Time (Netflix): Auch Schnulze der guten Art, aber auf britisch. Am Ende vielleicht etwas zu sehr Tränendrüse, aber das konnte ich verschmerzen.

American Gangster (Netflix): Russell Crowe räumt Denzel Washingtons Drogenimperium auf. Hat ein paar Längen, kann man sich aber trotzdem geben.

Ant-Man (Disney+): Ah, nein, Ant-Man wird nicht mein Lieblingssuperheld im MCU. Fand den Film deutlich schwächer als die Einzelfilme anderer Helden. Evangeline Lilly als unsympathischer Kompagnon macht es leider auch ganz und gar nicht besser.

Avengers: Age of Ultron (Disney+): Dann schon lieber die „Ursprungshelden“ alle vereint. Das sind eh die besten Filme (neben Guardians of the Galaxy). Wobei dieser weitere Charaktere einführt (z. B. Wanda), die wohl später noch wichtig werden. Bin gespannt.

First Man (TV): Weltraum geht ja immer. Und Ryan Gosling auch. Insofern ist die Neil-Armstrong-Biographie eine Kombination, mit der bei mir nicht viel schief gehen konnte.

Hamilton (Disney+): Hach, Hamilton. ♥ Lange ist der Hype an mir vorbeigezogen, aber wie gut ist dieses Musical bitte? Der Soundtrack läuft hier rauf und runter, seit ich den Film gesehen habe (und ja, er hat mich schon durch den ein oder anderen Arbeitstag gerettet… ;-)). Kategorie: Lieblingsfilm.

Jason Bourne (TV): Jason Bourne ist zurück. Ich weiß nicht genau, warum, aber kann man sich schon angucken, ist okay. Je mehr Actionfilme der Herr Koch und ich schauen, desto mehr habe ich allerdings den Eindruck, dass keiner bei mir je mehr als das Urteil „okay“ bekommen kann.

Interstellar (Netflix): Interstellar war schon ewig auf meiner Netflixliste und über Ostern hatte ich endlich mal die Muße, mich fast drei Stunden hinzusetzen und ihn zu schauen. Und nun kann ich sagen, dass ich einfach alles daran liebe. Alles. ♥ Das dystopische Setting, die atmosphärischen Bilder, die abgedrehte, aber dennoch irgendwie glaubhafte Story, sogar das Ende. Wie beeindruckend muss der im Kino gewesen sein? Wenn meine Watchlist nicht so lang wäre, würde ich ihn sofort noch mal gucken. Nach 15 Minuten wusste ich schon, dass das einer meiner Allzeitfavoriten werden wird.

Marriage Story (Netflix): Auch so ein Kandidat, der schon ewig auf meiner Liste war. Ich dachte immer, ich würde Marriage Story lieben, wenn ich ihn denn endlich schaue. Und ich mag den Film auch. Aber ich wünschte, er hätte mich noch mehr mitgenommen. Adam Driver und Scarlett Johansson sind toll, einzeln und zusammen. Vielleicht liegt es am Thema (Sorgerechtsstreit), dass ich keinen besseren Zugang finden konnte.

Moon (Prime): In letzter Zeit erscheint mir ein Umzug auf eine einsame Weltraumstation eine zunehmend gute Idee. Aber nicht auf diese Mondbasis, bitte. Solide Science-Fiction ohne großartige Action und mit minimalem Ensemble. Werde mit Sam Rockwell leider nicht so richtig warm, das hat den guten Gesamteindruck etwas geschmälert.

Olympus Has Fallen (Netflix): Wenn Actionfilm, dann so wie Jason Bourne (s. o.) oder The Hitman’s Bodyguard (s. u.). Aber nicht so wie hier. Sinnloses, überbordend patriotisches Geballer. Nein.

Sound of Metal (Prime): Ja, kurz vor den Oscars musste auch ich noch mal ein paar Favoriten sichten. Weiß nicht genau, warum Sound of Metal so krass gehypt wird. Der ist gut, klar. Aber ehrlich – weiß man nicht spätestens nach einer Stunde, worauf die Geschichte hinausläuft? Die Vorhersehbarkeit hat mich gestört.

The Blind Side (Netflix): Ich liebe, wie Sandra Bullock als Leigh Anne Tuohy in diesem Film ultrapragmatisch Dinge regelt. Große Klappe, klare Ansagen, trotzdem warmherzig. Vor allem deshalb mochte ich den Film sehr, auch wenn er sicherlich etwas pathetisch ist (und kaum etwas mich so wenig interessiert wie American Football).

The Hitman’s Bodyguard (TV): Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds hassen sich ca. zwei Stunden lang durch einen gemeinsamen Roadtrip. Mit Verfolgungsjagden, Explosionen und dem ganzen Kram, den man erwarten würde. Als Feierabendunterhaltung ohne Anspruch kann man sich das gut angucken.

The Matrix Revolutions (Netflix): Endlich haben der Herr Koch und ich die Trilogie beendet (wobei Ende des Jahres ja noch ein vierter Film kommt). Ich mochte den dritten Teil mehr als den zweiten. Keine Ahnung, was das Ende mir sagen soll. Aber vielleicht klärt die Fortsetzung im Dezember mich auf? Vielleicht sogar auf der großen Leinwand im Kino?!?

The Place Beyond the Pines (Prime): Spannend vor allem wegen des Twists etwa in der Mitte, der den Film in eine ganz andere Richtung lenkt, als man erwartet. Das hat mich total irritiert, aber auch fasziniert.

The Trial of the Chicago 7 (Netflix): Auch als Oscarvorbereitung geguckt. Für mich ein solides Gerichtsdrama, aber leider auch nicht mehr.

The Wolf of Wall Street (Netflix): Alles an diesem Film ist übertrieben. Die Länge (3 h!), die Drogenexzesse, die Sexszenen, der protzige Reichtum. Vor allem aber die Länge. Die Story hätte man auch in 2,5 Stunden oder weniger erzählen können, sorry. Das schmälert für mich die eigentlich unterhaltsame Geschichte.

Veronica Mars (TV): Der Herr Koch und ich mochten die Serie ja sehr. Und auch der Film enttäuscht Fans sicherlich nicht. Das Ende hätte ich mir anders gewünscht (Logan, ernsthaft?), aber gut. Ist kein Wunschkonzert.

Serien

New Girl (Netflix, Staffel 5): Immer noch die bevorzugte „Es ist spät, aber lass uns noch eine Folge gucken“-Serie im Hause Krimskrams-Koch. Langsam müssten wir wirklich mal überlegen, welche Comedy die Nachfolge antreten soll…

White Collar (Prime, Staffel 4): Ich weiß nicht, wie lange wir diese Serie schon schauen. Anderthalb Jahre? Immerhin sind wir in letzter Zeit mal ein bisschen vorangekommen. Und irgendwie habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch meinen Frieden mit Peter, Neal und Co. gemacht (auch wenn sie für mich immer der müde Abklatsch von The Blacklist bleiben werden…).

Highlights des Monats

Top-5-Filme

  1. Interstellar & Hamilton (kann und will mich nicht entscheiden)
  2. A Star Is Born
  3. The Blind Side
  4. Marriage Story

Top Serienstaffel

New Girl (Staffel 5)

Wie war euer filmischer April? Habt ihr die letzten Wochen ausschließlich mit Oscaranawärtern verbracht oder – so wie ich – auch ein paar Klassiker nachgeholt? Schwärmereien rund um Interstellar und Hamilton sind in den Kommentaren übrigens höchst willkommen. ;-)