Wenn ich an 2018 zurückdenke, dann bin ich vor allem eines: überfordert. Abseits des Bildschirms ist so viel passiert, dass mein Gehirn ohne Aufforderung zig Erinnerungen der letzten zwölf Monate ausspuckt: gute und schlechte, aufregende und traurige, unerwartete und enttäuschende. Solche, auf die ich gut hätte verzichten können und andere, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Was im ganzen Verlobungs-Hochzeitsplanungs-Umzugs-Neuanfangschaos 2018 vor allem in der zweiten Jahreshälfte eindeutig zu kurz gekommen ist, sind allerdings meine geliebten TV-Serien.

Dennoch möchte ich zu Beginn des neuen Jahres zurückblicken, Bilanz ziehen und einen Ausblick wagen: Was hat es 2018 auf meinen Bildschirm geschafft? Was hat mir besonders gut gefallen – und was nicht? Und wie geht es 2019 weiter?

Mein TV-Serienjahr 2018: die nackten Zahlen

Die traurigste Nummer nehme ich direkt vorweg: 24. 24 Serienstaffeln 15 verschiedener Serien habe ich im vergangenen Jahr geschaut. Das sind gerade mal zwei Staffeln pro Monat und insgesamt 12 (!) weniger als noch 2017. Wenn man bedenkt, dass ich im Normalfall fünf Abende die Woche allein zu Hause verbringe, ist das praktisch nichts. Hier einmal die ziemlich kurze Liste meiner Sichtungen 2018 (etwaige Rezensionen sind verlinkt):

  • 11.22.63
  • Chicago Fire (Staffel 5 + Staffel 6)
  • Downton Abbey (Staffel 5)
  • Friends (Staffel 4)
  • Grey’s Anatomy (Staffel 14)
  • Grimm (Staffeln 4 + 5 + 6)
  • New Girl (Staffeln 1 + 2)
  • Pretty Little Liars (Staffel 7)
  • Stromberg (Staffel 5)
  • Suits (Staffel 6)
  • The Big Bang Theory (Staffel 10)
  • The Blacklist (Staffeln 1 bis 5)
  • The Good Wife (Staffel 6)
  • The Vampire Diaries (Staffeln 7 + 8)
  • This is us (Staffel 2)

Es zeigte sich auch 2018 wieder, dass ich 1. hoffnungslos dem amerikanischen TV verfallen bin und 2. immer noch besonders die Produktionen der klassischen Networks wie NBC, CBS oder ABC liebe. Trotz meiner Netflixsucht findet sich auf der Liste keine einzige der Eigenproduktionen des Streaminganbieters. Etliche davon sind auf meiner Watchlist, aber zum Zug kommen sie dann doch nie.

Das bestätigt auch der Blick auf die Serien, die ich aus dem alten Jahr ins neue mitnehme: Homeland, Staffel 1 (Showtime (Ja ich weiß – Kabelsender)), Veronica Mars, Staffel 1 (lief auf UPN, das zu CBS gehörte) und Arrow, Staffel 4 (The CW). Der einzige Grund dafür, dass sich in der Liste keine Serie von HBO findet, ist das Problem der Verfügbarkeit. Mehrere Streamingdienste zu nutzen, rentiert sich für mich aktuell einfach nicht. Sicher, Amazon Video kostet nicht die Welt. Aber als Nicht-Onlineshopper frage ich mich ehrlich, was ich mit Prime außer den Serien anfangen soll. Aber vielleicht ändere ich meine Meinung dazu dieses Jahr auch nochmal, wer weiß? Immerhin hat mir bullion schon so herzzerreißend von The Marvelous Mrs. Maisel vorgeschwärmt. ;-)

Tops und Flops 2018

Die gute Nachricht gleich vorweg: Es gab für mich 2018 keinen richtigen Flop. Keine der oben genannten Staffeln habe ich abgebrochen, was ein untrügliches Zeichen dafür gewesen wäre. Am schwächsten fand ich vermutlich die siebte Staffel The Vampire Diaries. Mit Staffel 8 legt die Serie aber ein anständiges Ende hin und irgendwie bin ich tatsächlich froh, sie bis zum Schluss verfolgt zu haben. Auch die finale Staffel Pretty Little Liars war sicherlich kein Meisterwerk, aber ein bisschen Guilty Pleasure schadet einfach nicht. Manchmal brauche ich das einfach. Gleiches gilt für die zehnte Staffel The Big Bang Theory, eine Serie, die ihren Zenit tatsächlich überschritten hat. Gut, dass sie mit der laufenden Saison und Staffel 12 zu einem Ende kommen wird. Mehr erhofft hatte ich mir noch von der zweiten Staffel This is us, die – so mein Empfinden – einige Längen hatte. Nichtsdestotrotz bleibt das die stärkste Familienserie, die ich seit Langem gesehen habe.

Auf der Top-Seite standen in 2018 drei Serien, von denen ich eine erst im Dezember wieder für mich entdeckt habe: Downton Abbey. Da ich nach dem Umzug den ganzen Dezember keinen Zugriff auf Netflix hatte (es war hart, ihr macht Euch ja keine Vorstellung!), entschied ich mich, den letzten beiden Staffeln dieser Serie, die ich schon vor Jahren begonnen habe, eine Chance zu geben. Bislang habe ich nur Staffel 5 geschaut, war aber schon nach wenigen Minuten wieder völlig beseelt von Story und Setting. Die 20er mit all ihrem Glamour, aber auch ihren Problemen und gesellschaftlichen Umbrüchen bieten eine reizvolle Kulisse für Geschichten, die sich im Kern immer um eines drehen: Liebe. Ich werde definitiv nicht mehr lange darauf warten, mir auch die finale Staffel anzuschauen. Und dann gibt es dieses Jahr ja auch noch den Film! ♥

Weit länger durch 2018 begleiteten den Herrn Koch und mich Grimm sowie The Blacklist. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber der Mann hat ein ausgezeichnetes Händchen bei der Auswahl der Serien, die wir gemeinsam schauen. Grimm hatten wir bereits 2017 begonnen und kurz nach unserem Umzug im Dezember beendet – ein ordentliches Ende, wenn auch keines, das ich in besonderer Erinnerung behalten werde. Dennoch kann ich nicht umhin anzumerken, wie viel Freude wir an Grimm hatten, das ich für perfekte Feierabendunterhaltung halte.

Großartiges Feierabendprogramm, wenn auch mit ganz anderer Ausrichtung, war für uns 2018 außerdem The Blacklist. Nachdem wir kurz vor Weihnachten die aktuellste Staffel (Staffel 5) beendet haben, werde ich zu dieser Serie in Kürze auch nochmal eine Review schreiben. Das haben James Spader und Co. sich verdient, nachdem sie uns nun schon 111 Folgen lang so gute Unterhaltung bieten. Ich hoffe schon jetzt, dass Staffel 6, die gerade in den USA gestartet ist, zügig nach Deutschland kommt. Wer das Ende von Staffel 5 gesehen hat, weiß sicherlich, warum. ;-)

Ausblick: Must-Sees 2019

Finish what I started – das ist tatsächlich erstmal das Motto für 2019. Bevor ich mich an ein nächstes großes Projekt wage, gilt es, einige lose Ende wieder aufzunehmen und zu verknoten: Downton Abbey, Staffel 6 und Arrow, Staffel 4, sind solche Enden, aber auch Homeland und Veronica Mars werden sicherlich im ersten Halbjahr 2019 einige Zeit in Anspruch nehmen. Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle natürlich auch Friends. Dort habe ich noch 5 1/2 Staffeln vor mir und freue mich darauf, nach längerer Pause wieder zu Ross, Rachel und Co. zurückzukehren.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch zig Serien, bei denen im Laufe des Jahres mit neuen Staffeln in Deutschland (sei es im TV oder im Streaming) zu rechnen ist. So hat sixx für 2019 zum Beispiel schon die Ausstrahlung der dritten Staffel This is us angekündigt. Auf ProSieben darf sicherlich im Frühjahr mit weiteren Folgen Grey’s Anatomy gerechnet werden, auf VOX irgendwann im Laufe des Jahres mit Staffel 7 von Chicago Fire. Der gute bullion wird ja – wie schon angemerkt – nicht müde, mir von The Marvelous Mrs. Maisel vorzuschwärmen, sodass ich diese Serie auch auf meine Liste setzen werde. Und da Game of Thrones dieses Jahr endet – warum dann nicht alle Staffeln am Stück schauen? Vielleicht nehme ich mir das mal als Projekt für die zweite Jahreshälfte für den Herrn Koch und mich mit.

Wie war Euer Serienjahr 2018? Habt Ihr mehr geschaut als ich oder ist Euch auch das Leben dazwischengegrätscht? ;-) Gibt es noch eine neue Serie, die ich 2019 unbedingt auf dem Schirm haben sollte? Dann ab damit in die Kommentare!