Schon vor einiger Zeit habe ich angemerkt, dass der Berg der noch zu besprechenden Serienstaffeln nicht kleiner wird. Inzwischen ist er so hoch, dass ich nicht glaube, ihn jemals abarbeiten zu können, wenn ich mir jede Staffel einzeln vornehme. Das tue ich eigentlich wirklich gerne, aber an dieser Stelle muss ich einfach mal eine Cut machen. Darum lest Ihr jetzt kurz und knackig die Besprechungen zu Friends (Staffel 3), Grimm (Staffel 3 bis 5), Modern Family (Staffel 6), Stromberg (Staffel 2 bis 5) sowie The Vampire Diaries (Staffel 7). In den nächsten Wochen werde ich auf jeden Fall noch gesonderte Beiträge verfassen zu den letzten beiden Staffeln The Good Wife sowie zu 22.11.63. Haltet also die Augen offen. :-)

Friends (Staffel 3)

Friends hat es in meinem seriellen Rückblick auf das Jahr 2017 in die Top 5 geschafft. Das ist bemerkenswert, liebe ich das Genre „Comedy“ an sich nicht besonders. Aber Friends findet einfach die richtige Mischung aus subtilem Humor, Wortwitz, Klamauk und Sarkasmus. Auch in Staffel 3 konnten die Freunde mich überzeugen, denn mehr als zuvor stehen die familiären und amourösen Beziehungen im Fokus. Nach zwei Staffeln hat sich der Cast merklich eingegroovt und liefert beste Unterhaltung ab. Ich verfalle der Serie aber auch aufgrund ihres Retro-Charmes immer wieder aufs Neue.

Fazit: Friends wird mich dieses Jahr vermutlich noch einige Zeit begleiten, immerhin habe ich noch mehr als sechs Staffeln vor mir. Das wird schön.

Grimm (Staffel 3 bis 5)

Seit nunmehr fünf Staffeln begleiten der Herr Koch und ich nun schon Nick Burghardt bei seinen Abenteuern in der märchenhaften, aber wenig romantischen Welt Portlands. In der Tat haben wir uns dabei zu jedem Zeitpunkt sehr gut amüsiert. Die Geschichte ist spannend, ohne zu anspruchsvoll zu sein; unterhaltsam, ohne zu platt zu sein; romantisch, ohne zu kitschig zu sein. Sie lebt von ihren charmanten Hauptcharakteren und deren Beziehungen zueinander, hat aber in den Staffeln 4 und 5 auch eine stringentere folgenübergreifende Geschichte entwickelt, die sich in der finalen Staffel fortsetzen wird. Wir warten also weiter brav darauf, dass Netflix Staffel 6 ins Programm nimmt.

Fazit: Wohlfühlspannung zum Entspannen – anders kann ich Grimm nicht beschreiben. Funktioniert für mich hervorragend.

Modern Family (Staffel 6)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich die sechste Staffel Modern Family gesehen habe. Kann man sich gut anschauen, selbst wenn man wie ich eigentlich kein Comedy-Liebhaber ist. Dennoch ziehen die Dunphy-Pritchett-Tuckers im Vergleich mit Friends definitiv den Kürzeren. Zu sehr sind die Gags hier doch manchmal mit dem Holzhammer platziert. Das soll die Qualität nicht schmälern – es ist nur einfach eine ganz andere Form von Comedy. Nach wie vor schaue ich mir das chaotische Familienleben aber gern an.

Fazit: Modern Family hält sich wacker und macht auch im sechsten Jahr Spaß. So lange habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr bei einer Comedyserie durchgehalten.

Stromberg (Staffel 2 bis 5)

Lass das mal den Papa machen! Bernd Stromberg stört und zerstört auch in den weiteren Staffeln der nach ihm benannten Büro-Sitcom Karrieren – vor allen Dingen seine eigene. Aber er ist und bleibt ein Stehaufmännchen, das selbst die zeitweilige Versetzung in das Kaff Finsdorf nicht bremsen kann. Mit politisch völlig unkorrekten Sprüchen und Fremdschämaktionen am laufenden Band hangelt er sich durch vier weitere Staffeln, um am Ende genau dort zu landen, wo er begann: als Leiter der Schadensregulierung. Die Moral von der Geschicht‘? Gibt’s nicht! ;-)

Fazit: Bitterböse Bürocomedy – und wahrscheinlich eine der wenigen deutschen Comedyproduktionen, die wirklich sehenswert sind. Christoph Maria Herbst hat’s drauf.

The Vampire Diaries (Staffel 7)

Schon in den letzten Wochen habe ich immer mal wieder anklingen lassen, dass meine derzeitige Vorliebe für seichte Unterhaltung dazu führte, einen Rewatch von The Vampire Diaries zu starten. Der Zufall wollte es, dass mir Staffel 7, die ich bislang noch nicht gesehen hatte, in die Hände fiel. Dies ist die erste Staffel ohne die weibliche Hauptfigur, was durchaus eine große Veränderung für die Serie darstellt. Fast schockiert musste ich allerdings feststellen, dass sie mir kaum gefehlt hat, diese Hauptfigur. Letztlich ist halt jeder ersetzbar. Der Fokus der Story ist nun einfach ein anderer. Dennoch war der folgenübergreifende Handlungsbogen dieser Staffel relativ dünn, da beißt die Maus keinen Faden ab. Nach Klaus und Silas wird dieses Mal eine Frau als Antihelden-Gegner eingeführt, aber letztlich läuft es nach dem Schema ab, das auch bei den obengenannten Bösewichten schon durchlaufen wurde: Kämpfe, Flucht, noch mehr Kämpfe, Hexerei, weitere Kämpfe, Lösung, neues Problem, Cliffhanger.

Zu Gute halten muss man den Machern hingegen die Erzählweise. In den ersten 15 Folgen wird mithilfe von Flashforwards angeteasert, wie es den Hauptfiguren in drei Jahren ergehen wird. Mit sowas kriegt man mich ja fast immer. In Folge 16 holen sich die beiden Zeitebenen dann ein bzw. die Erzählung macht einen Sprung und wird nur noch in der Zukunft fortgesetzt. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass das erst zum Ende der Staffel geschieht, aber nun gut.

Fazit: Die Serie hat ihre Stärken sicherlich in den ersten Staffeln. Jetzt bin ich allerdings so weit gekommen, dass ich mir irgendwann auch noch die finale Staffel 8 anschauen werde. Staffel 7 hat mir nette und entspannte Abende ohne besondere Höhepunkte beschert, anders kann ich es nicht beschreiben. Ich glaube, TVD ist eine Serie, die man sich als Guilty-Pleasure-Fan, der die Story noch nicht kennt, extrem gut am Stück anschauen kann.

Habt Ihr die besprochenen Serien bzw. Staffeln gesehen? Wie haben sie Euch gefallen? Und falls Ihr Buch-, Film- oder Serienblogger seid: Wie hoch ist Euer Berg an noch nicht besprochenen Werken? ;-)