Ein schönes Thema für eine Blogparade hat sich die singende Lehrerin ausgesucht. Wir haben sie schließlich alle, diese Seriencharaktere, die wir nicht leiden können. Die uns auf die Nerven gehen und unseren Lieblingen wertvolle Screentime stehlen und die wir darum manchmal gerne ins Jenseits befördern würden. Tatsächlich ist es mir dann aber doch schwerer gefallen als zunächst gedacht, zehn Charaktere zu finden. Aber zum Glück schöpfe ich ja inzwischen aus einem reichhaltigen Serienfundus…

Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Seriennamen und nicht wertend. Alle sind gleich nervig, auf ihre ganz eigene Weise… ;-)

1. Skyler White (Anna Gunn, Breaking Bad)

Mit Breaking Bad bin ich ja nie warm geworden. Einer der Gründe war, dass die Charaktere mit ihrer Geschichte mein Herz nicht erreichen konnten. Es war mir schlicht egal, was aus ihnen wurde. Und am egalsten war es mir bei Skyler White. Diese Frau war einfach nur unglaublich kalt.

2. John Scott (Mark Valley, Fringe)

Auch toughe Agentinnen brauchen Liebe in ihrem Leben. Aber dafür sollen sich sich bitte nicht so jemanden wie John Scott aussuchen. Von Anfang an war klar, dass Peter (Joshua Jackson) in Fringe als love interest für Olivia fungieren wird. Bizarrerweise stirbt John Scott ja auch direkt am Anfang der ersten Staffel, nervt aber dann noch mindestens zehn weitere Folgen rum, indem er in irgendwelchen Erinnerungen auftaucht. Er nervt also sogar noch, nachdem er schon gestorben ist. Auch eine Leistung.

3. Bart Bass (Robert John Burke, Gossip Girl)

Bart Bass ist der Donald Trump unter den Gossip Girl-Charakteren. Zu viel Geld, schlechter Charakter, engstirnig, kalt und los wird man ihn auch nicht. Dafür muss er erst vom Hochhaus stürzen. Leider passiert das mehrere Staffeln zu spät.

4. Zoe Pierson (Jennifer Mossison, HIMYM)

Ted hatte ja so einige Frauen, bis er endlich die Mutter seiner Kinder gefunden hatte. Die nervigste war mit Abstand Zoe mit ihrem weltverbesserischen Protestierdrang. Und dann wurde ihr (Ex-)Mann auch noch von Kyle McLachlan gespielt (s. u.)…

5. Ana Lucia Cortez (Michelle Rodríguez, Lost)

Ab ihrem ersten Auftreten habe ich diese Figur gehasst. Zum Glück mussten wir sie nur eine Staffel lang ertragen, aber das war eigentlich schon zu viel. Verdient ins Jenseits befördert von Michael Dawson (Harold Perrineau Jr.).

6. Castor-Klone (Ari Millen, Orphan Black)

Ich schrieb ja in meiner Besprechung der dritten Staffel Orphan Black, dass ich den Castor-Handlungsstrang doof und überflüssig finde. Deshalb greife ich hier auch keine Castor-Klon heraus – sie gehen mir alle auf den Keks. Wenn man schon jemanden klont, dann doch nicht jemanden mit solchem Nervpotential.

7. Dr. Trey McDougal (Kyle McLachlan, Sex and the City)

Hach, Kyle McLachlan und ich, wir haben eine schwierige Beziehung. In Sex and the City fand ich ihn als Charlottes impotenten Ehemann so furchtbar, dass ich mir deswegen Twin Peaks fast nicht angeguckt hätte. Dort allerdings ist er fabelhaft. In SATC hingegen war ich froh, als Charlotte sich scheiden ließ.

8. Anthony Soprano Jr. (A.J.) (Robert Iler, The Sopranos)

AJ ist ein nerviges Kind, ein nerviger Teenager und auch ein nerviger Erwachsener. Und zwar sechs Staffeln lang. So viele Charaktere sterben in The Sopranos, aber AJ – nein, AJ hält bis zum Ende durch. Warum???

9. Trevor Evans (Tom Lipinski, Suits)

Zum Glück ist Mike inzwischen cool genug, um nicht mehr so viel mit Trevor rumzuhängen. Der war nämlich richtig nervig mit seinem Drogenkoffer und seiner Eifersucht.

10. Daniel Hardman (David Costabile, Suits)

Komischweise muss ich bei Daniel Hardman immer an Mr. Burns von den Simpsons und sein „Ausgezeichnet!“ denken. Er ist eben ein Unsympath durch und durch, dieser Hardman, durchtrieben und hinterlistig. Macht Harvey und Mike leider immer noch ab und an das Leben schwer.

Auch Lust, mal nach Herzenslust Charaktere zum Abschuss freizugeben? Die Blogparade läuft noch bis Ende November.

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