Der schnöde Alltag, er hat mich wieder. Heute Mittag entschwand das auserwählte Exemplar Mann zu seinem ersten Arbeitstag nach zweiwöchigem Urlaub ins Hotel. Endlich wieder Gemüse schnippeln, die Bratkartoffelpfanne schwingen, Nudeln machen und sich über die Kollegen aufregen!

Nicht.

Uns beiden fällt die Rückkehr in das alte „wir sehen uns nur spätabends eine Stunde und an den beiden freien Tagen pro Woche“-Muster merklich schwer. Man gewöhnt sich so schnell daran, morgens zusammen aufzustehen, gemütlich zu frühstücken, den Tag mit Schönem zu füllen, abends zu kochen und gemeinsam schlafen zu gehen. Im Alltag tun wir davon dank unserer gegensätzlichen Arbeitszeiten – ich arbeite von frühmorgens bis mittags und habe meist am Wochenende frei, er arbeitet ab mittags (am Wochenende ab morgens) bis spätabends – im Normalfall nichts. Es wird wohl einige Tage brauchen, bis ich mich an die erneute „Einsamkeit“ nach Feierabend gewöhnt habe. Es graut mir bereits jetzt mächtig vor dem kommenden Wochenende.

Naja. Ich bin ja schon groß, also werde ich dann schon eine Ablenkung finden. Bewerbungen schreiben ist immer gut, wenn auch nicht spaßig. Für heute erfreue ich mich jedenfalls erstmal am Media Monday, der mit großen Schritten auf ein weiteres Jubiläum (200!) zusteuert. Nicht schlecht, Wulf!

Media Monday #194

1. Abgesehen von den reinen Schauwerten hat die Serie The Vampire Diaries inzwischen zumeist nur noch eine ziemlich undurchsichtige Handlung zu bieten.

2. Die Serie Stromberg ist mal eine richtig gelungene Parodie, denn der Büroalltag kann wirklich haarsträubend sein.

3. Es muss ja nicht immer wahnsinnig innovativ sein, aber an dieser komischen Serie Devious Maids, die gerade auf dem Sender sixx so penetrant beworben wird ist ja wirklich alles zusammengeklaut, schließlich erscheint mir diese ein mehr als billiger Abklatsch der Desperate Housewives gemischt mit etwas Sex and the City zu sein. Nein, da hat mich schon die Vorschau so abgeschreckt, dass ich gar nicht auf die Idee komme, mir das mal anzuschauen.

4. Wenn auch eigentlich unnötig, war es doch schon toller Fanservice, als das deutsche TV auf die Idee gekommen ist, aktuelle Serienfolgen eine Woche kostenlos in der Onlinemediathek zugänglich zu machen. Und nein, das finde ich gar nicht mehr unnötig inzwischen.

5. Die Botschaft/Aussage von The Wire hat mich noch lange nach dem Film der Serie beschäftigt, denn eine solch schockierend realistische und doch fiktive Gesellschaftstudie ist mir vorher und nachher nicht mehr untergekommen.

6. Über neue Filme/Bücher/Serien informiere ich mich am ehesten/liebsten über das Internet. Wo denn sonst?

7. Zuletzt gelesen habe ich gestern das Programm der Gastronomiemesse INTERNORGA und das war in Hamburg, weil das auserwählte Exemplar Mann und ich uns dort gestern herumgetrieben und vollgefuttert haben. ;-)