Vor einiger Zeit habe ich in meinem Beitrag zum Thema Müssen und Wollen meine persönlichen Zukunftsaussichten und -wünsche in beruflicher und privater Hinsicht debattiert. Wie ich jetzt weiß, hatte dieser Beitrag eine therapeutische Funktion. Schon länger war ich unglücklich mit dem von mir angestrebten Berufsfeld „Wissenschaft“, was vor allem an den unsicheren Beschäftigungsaussichten und der Tatsache liegt, dass Beruf und Familie hier wohl kaum zu vereinbaren sein werden.

(Erschreckender Fakt am Rande: ca. 70% der Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten, entscheiden sich dagegen, Kinder zu bekommen. Da bin ich sprachlos.).

Ich danke allen ganz herzlich, die mit mir zu diesem Thema diskutiert haben; die Reaktionen waren zahlreich und ich habe viel Zuspruch für meine Entscheidung erfahren, nicht einer unsicheren Karriere alles unterordnen zu wollen.

Ich bin nun auf der Suche nach einem Job und strecke meine Fühler in viele verschiedene Richtungen aus. Nach wie vor glaube ich ja an das Glück des Tüchtigen. Und wenn es noch ein paar Monate dauert, bis ich etwas gefunden habe, dann soll das eben so sein. Man hat wohl doch nur bedingt Einfluss auf sein Schicksal.

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag nur allen für ihren Zuspruch danken und einen Artikel von ZEIT Online teilen, der nochmal deutlich macht, warum Wissenschaft ein so unglaublich unattraktives Berufsfeld in Deutschland ist und ich mich nun schweren Herzens dagegen entschieden habe, mein Glück in diesem zu versuchen.

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2015-01/wissenschaft-forschung-universitaet

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