Es war hier in den letzten Tagen etwas ruhiger als sonst. Okay, es war sehr ruhig. Ganz fürchterlich ruhig. Das hatte mehrere Gründe, die ich meinen hochgeschätzen und treuen Lesern auf keinen Fall vorenthalten möchte – schon gar nicht, da diese Woche sowohl der Media Monday als auch erneut der Krimskrams der Woche ausgefallen sind. Ich bitte um Verzeihung.

Die größte Schuld kommt dem anderen Geschlecht zu. Was Männer an Dummheiten anstellen können, das passt wirklich auf keine Kuhhaut. Da soll nochmal einer sagen, Frauen wären kompliziert. Das auserwählte Exemplar Mann hat es jedenfalls diese Woche (erneut!) geschafft, mich derart aufzuregen, dass eine arme Freundin von mir sich einen ganzen Tag lang mein Gejammere und Geweine anhören musste. Inzwischen ist alles wieder gut – noch viel besser als vorher sogar – aber es war ein steiniger Weg dahin, den ich so letzte Woche nicht habe kommen sehen. Die letzten Tage standen dann ganz im Zeichen von Entschuldigungen, ernsthaften Gesprächen, Wiedergutmachung in Form von Selbstgekochtem (Essen – damit kriegt man mich ja fast immer…) und seeeehr viel Aufmerksamkeit. Hat ja auch was, wenn ein junger Mann sich mal ordentlich ins Zeug legt.

Nun gut, des Weiteren erreichte mich just an dem Tag, den ich weinend bei der Freundin verbrachte, die frohe Botschaft, dass meine Masterarbeit von beiden Korrektoren für sehr gut befunden wurde. Da war das Gefühlschaos dann endgültig perfekt. So viel Zeit, so viel Arbeit, so viel Herzblut stecken in dieser Arbeit und es ist schön, dass die ganzen Bemühungen nun mit der erhofften Note belohnt worden sind. Man wartet noch auf das Zeugnis, aber in trockenen Tüchern ist der Abschluss bereits. Gestatten, Maren A., Master of Arts.

Aber kaum hat der Mensch eine Klippe bewältigt, ist er ja bereits auf der Suche nach neuen Herausforderungen. So verbrachte und verbringe ich immer noch viel Zeit mit der Arbeit an einer Bewerbung für ein Promotionsstipendium. Klar, die geben einem drei Jahre lang jeden Monat Geld, damit man sich auf seinen Allerwertesten setzt und liest und forscht und schreibt – aber was dann da an Unterlagen manchmal gefordert wird, die dann in weniger als vier Wochen zu beschaffen sind, ist dann doch wirklich…grenzwertig. Bewerbungsschluss ist nächste Woche und obwohl ich direkt nach Ausschreibung mit der Arbeit an der Bewerbung begonnen habe, ist diese noch weit von der Vollständigkeit entfernt. Das wird noch spannend werden die nächsten Tage. Ich gebe mein Bestes.

Weitere Rechtfertigungen für meine digitale Abwesenheit die letzten sieben Tage habe ich nicht vorzubringen. Okay, ich habe noch zwei Jobs, die einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Und Freunde habe ich auch. Und eine Famile. Und den Haushalt. Aber wenn das alles erledigt ist, dann kommt auch schon dieser Blog. Wirklich. 🙂