Die Masterarbeit ist ein prominentes Gesprächsthema in meinem Freundeskreis. Die meisten sind – so wie ich – noch in der Prä-Schreibphase. Da wird also fleißig Literatur gesucht, gelesen, bunt verziert und an der Gliederung gebastelt.

Eine liebe Freundin von mir ist allerdings schon weiter: Sie will Ende des Monats ihre Masterarbeit abgeben (unnütze Hintergrundinfo am Rande: am 01.04. ist in Schleswig-Holstein Bewerbungsschluss fürs Referendariat. Ein abgeschlossenes Studium ist dafür irgendwie von Vorteil.). Beim heutigen Mittagessen in der Mensa legte sie mir in aller Ausführlichkeit die Vorzüge des Arbeitens in der UB, wo sie seit Wochen ihre Tage verbringt, dar: Keine Ablenkung durch Kühlschrank, Telefon oder Putzattacke, meist kein funktionsfähiges WLAN (ist eine never ending story an meiner Uni), keine Fenster, um das schöne Wetter und vorbeilaufende Menschen zu betrachten. Und gut für die Figur ist es auch, weil man nichts Essbares mit hineinnehmen darf.

Ihre Ausführungen schloss sie mit dem enthusiastischen Fazit: „Es ist wirklich super in der UB. Wie im Gefängnis!“